• danielfeyler

Warum Sie heute noch mit dem Investieren starten sollten

  • Der beste Zeitpunkt einen Sparplan zu beginnen ist immer heute

  • Schon ein Jahr später zu beginnen kostet in der Regel viele tausend Euro

  • Der Zinseszins-Effekt verhilft Sparern zu deutlich höheren Renditen

Ist gerade ein guter Moment, um in Aktien einzusteigen? Diese Frage wird mir häufig gestellt. Meine Antwort: Immer ja - sofern es sich um einen Sparplan handelt.

In meiner Zeit als Berater habe ich viele Menschen kennengelernt, die Sparen sicherlich als wichtig ansahen. Aber nicht heute. Es kamen dann Aussagen wie: „Gerade habe ich nicht so viel Geld übrig“ oder „gerade möchte ich ein neues Auto“ oder „lass mich doch erst einmal richtig Geld verdienen, bevor wir ans Sparen denken“.

Ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, die Ihnen die Konsequenzen einer solchen Entscheidung klarmacht.

Es waren einmal zwei Hochschulabsolventen – Susi Sorglos und Gustav Gewissenhaft. Beide waren 23 Jahre alt und waren bereit ins Berufsleben zu starten. Bis zur Rente lagen noch 44 Jahre vor den beiden. Hinsichtlich Ihrer Lebenseinstellung unterschieden Sie sich jedoch. Während Gustav Gewissenhaft bereits von seinem ersten Gehalt etwas Geld beiseitelegen möchte zieht es Susi Sorglos vor, zunächst einmal das Leben zu genießen. Nach dem sparsamen Leben als Student gibt es vieles, das sie sich heute gönnen möchte. Und wenn sie erst in ein paar Jahren mit dem Sparen beginnt kann das ja sicherlich nicht so schlimm sein – schließlich bleiben ihr ja noch 44 Jahre bis zur Rente.

Gustav investiert von seinem Gehalt fortan 200 Euro pro Monat in einen ETF auf den Dow Jones (angenommene Wertentwicklung von 8 % pro Jahr nach Kosten). Dies macht er genau 10 Jahre lang und stellt das Sparen anschließend komplett ein, lässt das Geld jedoch die restlichen 34 Jahre bis zur Rente weiter in seinem ETF investiert.

Susi genießt die ersten 10 Jahre in vollen Zügen und beginnt anschließend mit dem Investieren – in den gleichen ETF, in den auch Gustav bereits investiert hatte. Sie legt 200 Euro pro Monate an und zieht das sogar 34 Jahre lang bis zur Rente durch.

Am Ende hat Gustav in 10 Jahren somit 24.000 Euro an eigenem Geld investiert. Susi wiederum über 34 Jahre hinweg stolze 81.600 Euro. Die Frage lautet nun: Wer hat am Ende mehr Geld für seinen Ruhestand angespart?

Gustav hat aus seinen 24.000 Euro durch den Zinseszinseffekt im Alter von 67 Jahren ganze 554.114,46 Euro gemacht.

Susi hat zwar mit 81.600 Euro auf weit mehr als das Dreifache vom Einkommen verzichten müssen wie Gustav, kommt am Ende aber lediglich auf 424.126,16 Euro Vermögen – und somit auf 129.988,30 Euro weniger als Gustav. Das sind mächtige Zahlen.

Sie sehen also, dass jedes einzelne Jahr zählt. Denn ganz konkret sparen Sie sich zwar 2.400 Euro, wenn Sie ein Jahr später anfangen, haben zur Rente aber auch stattliche 77.285,42 Euro weniger Vermögen zur Verfügung.

Glücklich ist also der, der die Zeit und den Zinseszinseffekt für sich arbeiten lässt. Nicht umsonst hatte Nobelpreisträger Albert Einstein diesen als „stärkste Kraft im Universum“ bezeichnet.

Die Idee für diesen Blog-Beitrag stammt vom bekannten US-Finanzexperten Dave Ramsey. Hier finden Sie seinen Original-Artikel.


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