• danielfeyler

Wer braucht eigentlich eine Hausratversicherung?


Sie haben ein Haus, eine Wohnung oder beziehen gerade erstmals die eigenen vier Wände? Viele Deutsche besitzen in dieser Situation eine Hausratversicherung oder denken über den Abschluss einer solchen nach. Es sollen doch schließlich Fernseher, Möbel und Wertsachen gegen Schäden und Diebstahl abgesichert sein. Doch wer benötigt eigentlich eine solche Hausratversicherung? Und was gilt es dabei zu wissen?

Im Falle eines Schadens am Hausrat (Anm.: beispielsweise Elektrogeräte, Möbel, Wertsachen), kann es zu einer großen finanziellen Belastung werden, diesen komplett oder auch nur Teile davon zu ersetzen. Um den Mindeststandard des Haushaltes jederzeit und dauerhaft erhalten zu können, sollte dieses Risiko an einen Versicherer übertragen werden. Ist es dem Haushalt möglich einen Totalschaden aus eigener Liquidität zu ersetzen, ohne dabei andere Versicherungen, Sparpläne oder Verträge zu vernachlässigen, so kann das Risiko selbst getragen werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies in den seltensten Fällen möglich ist.

Die empfehlenswerte Mindestversicherungssumme liegt bei den Versicherungsgesellschaften zwischen 600€ und 700€ je Quadratmeter Wohnfläche. Ab diesen Summen verzichten die meisten Versicherer darauf zu prüfen, ob der tatsächliche Wert des Hausrates möglicherweise höher ist als der versicherte Wert (Unterversicherungsverzicht). Liegt im Schadenfall eine Unterversicherung vor, d.h. der Wert aller Wertgegenstände und Wertsachen in der eigenen Wohnung ist höher, als die versicherte Summe, so wird der entstandene Schaden ohne diese Verknüpfung nicht vollständig ersetzt, sondern vom Versicherer im entsprechenden Verhältnis gekürzt. Im Schadensfall wird maximal bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme erstattet.

Als Hausrat gelten Möbel und andere Einrichtungsgegenstände, Kleidung, Wertsachen wie bspw. Bargeld oder Schmuck, Sport- und Elektrogeräte, sowie Arbeitsmittel. Wer sich fragt, ob ein bestimmter Gegenstand in der eigenen Wohnung nun zum Hausrat gehört oder nicht, dem hilft eine einfache Faustformel: „Zum Hausrat gehören allen Gegenstände im Besitzt des Haushalts, welche nicht fest am oder im Wohnobjekt verbaut wurden.“ Die Hausratversicherung leistet bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. In der Dehnbarkeit dieser beiden Definitionen liegen oftmals die Qualitätsunterschiede der jeweiligen Verträge. In den meisten Verträgen ist auch der Leistungspunkt der Überspannungsschäden (durch Blitzeinschlag im Gebäude oder in dessen Nähe) enthalten.

Einen Überblick über zahlreiche Hausrat-Versicherungstarife finden Sie in unserem Vergleichsrechner.

Alle von Verbraucherschützern angeratenen Versicherungsleistungen basieren auf dem Prinzip einer existenziellen Bedrohung für den Haushalt. Löst ein Schaden keine solche aus, so kann auf diese Versicherungsleistung verzichtet werden.


39 Ansichten

FINBOOK

  • Facebook Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • LinkedIn Social Icon

Personal Finance